Hundeschule Wildenrath

Hundegesundheit

So bleibt Ihr Hund gesund

Hunde sind neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen nach womöglich bereits seit mehr als 30.000 Jahren der beste Freund des Menschen.

Doch weder unsere Vorfahren aus der Steinzeit noch im Mittelalter und auch nicht im 19. Jahrhundert konnten mal eben so in den Supermarkt gehen und das beste - das heißt gesündeste - Futter für ihren Vierbeiner besorgen. Zusatzpräparate für stabile Knochen und Gelenke, Kauzeug für gesunde Zähne waren zudem bis vor wenigen Jahrzehnten vollkommen undenkbar.

Und dennoch waren die meisten Hunde wohl so robust und gesund, dass sie sich über hunderte Generationen halten und weiterentwickeln konnten.

Was also können und müssen Sie tun, um einen gesunden und lebensfrohen Partner zu haben? Und was kann man sich getrost schenken? Unsere Tipps rechts geben Ihnen ein paar nützliche Anregungen.


Grundlegendes zum Thema Hundefutter

Wer kennt das nicht: Man steht vor undenklich vielen bunten Futtersäcken in Tierhandlungen und soll nun entscheiden, welches das optimale Futter für den eigenen Hund ist.

Bei der Entscheidung hilft natürlich zum einem die Werbung oder eben der Preis, denn nur was teuer ist, ist auch gut für Bello…!!??

Ein Grund mehr für uns, sich gerade mit dieser Thematik intensiv zu beschäftigen.

Denn man sollte bedenken, dass fast 70 %  aller Hundekrankheiten auf falscher Ernährung basieren!

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Hierbei ist die jeweilige Futtermarke zunächst sekundär. Vielmehr geht es darum, das richtige Futter für den einzelnen Hund zu bestimmen.
Dabei kommt es allein auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes an. Und diese können nach Rasse und Verwendungszweck sehr unterschiedlich sein.

Natürlich ist die Rezeptur eines Futters wichtig, und die Unterschiede können hier schon gravierend sein.

Gerade bei Verwendung von Feuchtnahrung (Futter in Dosen oder Aluverpackungen) ist die Qualität ein ganz wichtiger Faktor. Man sollte hierbei Feuchtfutter verwenden, das einen hohen Anteil an reinem Fleisch beinhaltet (60 % und mehr) und daher auch mit der Güteklasse -A- versehen ist.

Ein Tipp: Erwärmen Sie das Feuchtfutter Ihres Hundes im Topf auf einer Herdplatte. Sie werden sicherlich verwundert sein, wie viel (oder besser: wenig) reines Fleisch Sie anschließend darin finden werden.

Dann nämlich wird die Vielfalt des zurzeit angebotenen Dosenfutters gleich viel übersichtlicher!!!

Nicht anders beim Trockenfutter.

Wichtig ist auch hier der reine Proteingehalt. Wölfe in freier Wildbahn fressen rohes Fleisch. Je natürlicher das Fleisch im Hundefutter erhalten bleibt, desto besser. Gekochte, getrocknete und gepresste Pellets jedoch haben mit natürlichem Protein häufig so viel zu tun wie der Erbeergeschmack im Fruchtjoghurt mit echten Früchten.

Aber auch Gemüse ist wichtig. Doch Achtung: Wölfe und damit auch Hunde können rohes Gemüse nicht verarbeiten. Erst muss die Zellstruktur des Gemüses zerstört werden, beispielsweise durch Kochen oder Pürieren, bevor die Nährwerte aufgeschlossen und genutzt werden können. Hierin liegt übrigens der Grund für die Vorliebe Ihres Hundes für frische Pferdeäpfel!

Sehr gute Erfahrungen haben wir in unserer Zucht mit rohem und kaltgepresstem Trockenfutter gemacht. Das ist zwar auf den ersten Blick etwas teurer, aber man braucht auch weniger pro Mahlzeit als von dem üblichen, eher proteinarmen Futter aus der Tierfachgeschäftskette.

Abschließend das Thema Barfen. Immer mehr Hundebsitzer entscheiden sich für diese "natürlichste" Ernährung, indem sie rohes Fleisch mit rohem, püriertem Gemüse füttern. Das Futter ist meist in Kunststoffwürsten portioniert.

Unsere Meinung hierzu: Erstens ist dieses Futter nur kurze Zeit und nur gekühlt haltbar. Sehr unpraktisch für unterwegs, zum Beispiel im Urlaub. Zweitens sind Vorräte nur tiefgekühlt anlegbar, was wiederum die Zellstrukturen von Fleisch und Gemüse angreift und die Futterqualität in gewisser Weise senkt. Und drittens ist es relativ teurer als anderes, nicht weniger hochwertiges Futter.

Wenn Sie unsicher sind:  Wir bieten auf Wunsch immer wieder gerne Ernährungs-Seminare für Hundehalter an.
Zudem erstellen wir individuell auf Ihren Vierbeiner zugeschnitten, einen Futterplan. Neben intensiver Beratung zur Pflege und Hygiene, gehen wir gezielt auf Probleme wie Fell- und Hautprobleme, Probleme der Magen- und Darmflora etc. ein.

Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine E-Mail.


Die Mischung macht's

Fotolia 34061190 XSGanz gleich, für welche Art Futter  Sie sich entscheiden - nass, trocken, roh - das Wichtigste daran ist die optimale Zusammensetzung. Ernährungsphysiologisch sollte ein idealer Fleischanteil (natürliches Protein) sein

  • bei Nassfutter 60 - 70%
  • bei Trockenfutter 40-50%
  • Bio-Hundevollnahrung 64-68%

Als Schonkost eignen sich besonders Lamm und Pute. Als Nebenprodukte sind Herz, Leber, Niere, Pansen und/oder Zunge empfehlenswert.

Und ganz wichtig: Die Futterprodukte sollten frei sein von

  • chemischen Farb- und Konservierungsstoffen
  • chemischen Zusätzen
  • Füll- und Aromastoffen
  • Lockstoffen
  • Fettzugaben
  • Tiermehl
  • Soja
  • Pflanzen- und Getreidemehle

Dass das verarbeitete Fleisch außerdem NICHT von Tieren aus Tierversuchsanstalten stammen sollte, müsste für jeden Tierfreund eine Selbstverständlichkeit sein!

 


Tod durch Kakao

Schokolade, die süße Verlockung für Mensch und Hund, führt bei Herrchen oder Frauchen allenfalls zu Gewichtsproblemen.
Für den Vierbeiner kann das Naschen an zum Beispiel einer unabsichtlich auf dem Couchtisch liegen gelassenenen Tafel  jedoch mit einem lebensbedrohlichen Notfall enden.

Was macht Schokolade giftig? Fotolia 49538031 S

Ausschlaggebend für die Giftigkeit von Schokoladenprodukten ist der Kakaoanteil. Hier gilt die Faustregel, je höher der Anteil, desto giftiger ist die Süßigkeit. Das liegt daran, dass in den Kakaobohnen Theobromin enthalten ist. Diese Substanz reichert sich im Hundeorganismus an und wirkt auf das Nervensystem. Insbesondere sind davon das Herz, die Atmung, die Muskeln des Bewegungsapparates und die Gefäße betroffen.

Die Dosis macht eine Substanz zum Gift. Das gilt auch für Kakao. Wegen der stimulierenden Wirkung auf das Herz und die Atmung wurde Schokolade in geringen Mengen früher illegal als Dopingmittel bei Hunderennen eingesetzt.

Die tödliche Menge Schokolade ist verhältnismäßig klein. Circa 6 Gramm Schokolade mit hohem Kakaoanteil (z.B. Zartbitter oder Kuvertüre) pro Kilogramm Körpergewicht reichen aus. 
Das bedeutet für einen 10 Kilogramm schweren Hund: Etwas mehr als eine halbe Tafel Zartbitterschokolade kann für ihn tödlich sein. Bei Vollmilchschokolade liegt die tödliche Dosis wegen des geringeren Kakaoanteils bei ca. 18 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Tieren, die zu Epilepsie neigen, können weitaus geringere Dosen Anfälle auslösen. Die Wirkung setzt innerhalb von 4 bis 12 Stunden ein.

Erste Hilfe:  Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund Schokolade gefressen hat, suchen Sie bitte schon vor Wirkungseintritt einen Tierarzt auf. Bitte bedenken Sie, dass mit der Schokolade eventuell auch Verpackungsmaterial (Fremdkörper im Magen-/Darmtrakt!) aufgenommen wurde.

Typische Symptome einer Schokoladenvergiftung beim Hund:

-Krämpfe
-Herzrasen, Herzrhythmusstörungen
-schnelle Atmung
-Unruhe
-Erbrechen
-erhöhter Unrinabsatz
-Durst


Liebling vergiftet: Der Schrecken aller Hundebesitzer

Immer wieder liest man von gezielt gegen Hunde ausgelegten Giftködern. Diese kriminellen Tierhasser gefährden dabei nicht nur unsere Vierbeiner, sondern auch Wildtiere und im schlimmsten Fall sogar kleine Kinder, die bekanntlich fast alles in den Mund stecken, was interessant aussieht, riecht oder schmeckt.

Ausgelegte Giftköder, mit Rasierklingen präparierte Futterstücke, aber auch schon für uns Menschen harmlose und doch für den Hund giftige Nahrungsmittel sind eine ernsthafte Bedrohung für unsere Lieblinge. Zumal die Symptome meist später auftreten und vom Halter zunächst unbemerkt bleiben oder falsch gedeutet werden können.

Einer der besten Wege, den Hund zu schützen, ist seine frühzeitige Konditionierung zum Beispiel durch ein ausgeprägtes Anti-Giftköder-Training. Hier lernt der Hund, nichts von unterwegs, aber auch nichts von Fremden zu nehmen und zu fressen. Das zu erreichen ist alles andere als einfach - denn aus tierpsychologischer Sicht handelt es sich bei dem Futterfund schließlich um einen sich selbst belohnenden Vorgang.

Fotolia 74822581 S Aber auch ohne spezielles Training sind Frauchen und Herrchen gefordert, vorausschauend zu agieren und den Hund niemals allzu lange aus den Augen zu lassen. Macht er den Eindruck, unterwegs etwas aufnehmen zu wollen, stoppen Sie ihn per klarem Befehl VOR der Aufnahme.

Wenn es dafür zu spät ist, zwingen Sie ihn durch Befehl (oder einen beherzten Griff ins Maul) zum „Aus!“, BEVOR der Bissen runtergeschluckt wird. Sollte es jedoch zum Schlimmsten kommen und der Hund hat Gift aufgenommen, helfen oft nur noch Erste-Hilfe Maßnahmen und der Tierarzt bzw. die Tierklinik. Denn es handelt sich praktisch immer um einen akuten tiermedizinischen Notfall.

Das Perfide: Manche Gifte wirken äußerst heimtückisch und zerstören ohne anfängliche Symptome lebenswichtige innere Organe
Idealerweise kennen Sie sich bereits mit den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Hunden aus.

Erste wichtige Tipps, woran Sie eine Giftaufnahme erkennen können und was Sie in diesem Fall tun oder lassen sollten, finden Sie in unserer Checkliste