Hundeschule Wildenrath

Tipps für eine artgerechte Hundehaltung

Welcher Hund passt zu mir und meiner Familie?

Dies ist eine wichtige Frage, die sich jeder angehende Hundehalter weit vor dem Erwerb eines Welpen stellen sollte. Auch wenn alle Welpen immer niedlich ausschauen: Haben Sie sich die Frage gestellt, wie gut Sie die Bedürfnisse dieses Hundes kennen? Und können Sie diesen Bedürfnissen auch wirklich gerecht werden?

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Der Mensch hat schon sehr früh versucht, gewünschte Wesensmerkmale bei Hunden durch gezielte Verpaarung zu erreichen und hat innerhalb weniger Generationen von ihm angestrebte Rasse-Typen herausgezüchtet.
Auch wenn viele Hunderassen inzwischen "nur noch" als Familienhunde gezüchtet werden, so besitzen sie trotzdem ihre rassetypischen Wesensmerkmale, welche im Laufe der Zeit durchaus Probleme mit sich bringen können.

Daher sollte jeder angehende Hundehalter bei der Rasse, für die er sich entschieden hat, auch wissen, für welchen Zweck der zukünftige vierbeinige Begleiter ursprünglich gezüchtet wurde.

Viele Hunderassen wurden ausschließlich für die Jagd gezüchtet, zu denen zählt man zum Beispiel Vorstehhunde, Schweiß- und Laufhunde, Erdhunde und Windhunde. Andere Hunderassen wurden wiederum zum Hüten oder als Wach- und Schutzhund gezüchtet.

Bereits hier kann man schon als Laie erkennen, mit welchen Wesenmerkmalen der jeweilige Hund behaftet ist. Daher wäre es sicherlich nicht sinnvoll, wenn sich z.B. ein Jäger für einen Bobtail entscheiden würde, um mit diesem auf die Jagd zu gehen.  Aber auch ein leidenschaftlicher Jogger würde sicherlich mit der Wahl von z.B. einem Neufundländer nicht erfreut sein, wenn er diesen regelmäßig als Begleiter bei seinen 5 km-Runden dabei haben möchte. Auch macht ein 60 Kilo Pyrenäenberghund in einer Dreizimmerwohnung im vierten Stock alles andere als Sinn.

Man muss anhand dieser bewusst übertriebenen Beispiele nicht weiter vertiefen, warum es nicht nur nach dem so niedlichen Aussehen bei der Wahl eines Hundes gehen sollte.

Gerade in der heutigen Zeit gibt es wirklich viele Informationen zu den verschiedenen Hunderassen. Hier erhält man neben den Wesensmerkmalen auch viele andere wichtige Informationen wie z.B. der Fellpflege, die von Hund zu Hund doch sehr unterschiedlich sein kann.

Tja, und dann kommt noch die berühmte Frage - Rüde oder Hündin?

Dies lässt sich relativ einfach beantworten. Eine Hündin ist immer leichter und kleiner als ein Rüde. Die Hündin bekommt ca. 1 - 2 mal im Jahr ihre Hitze (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Eine konsequente Erziehung benötigen beide!

Daher sollte man sich nicht auf diesen veralteten Ansatz zurückziehen, dass eine Hündin immer leichter zu erziehen sei als ein Rüde. Denn auch hier gilt: "Ausnahmen bestätigen die Regel".